Die Staatsanwaltschaft Wien führt derzeit (zu GZ 711 ST 6/25 p) ein Ermittlungsverfahren gegen einen suspendierten österreichischen Polizisten.
Dieser soll einem Dritten laut Zustellverständigung im Strafverfahren am 4.3.2020 in Wien als Beamter des Bundesministeriums für Inneres ein nicht allgemein zugängliches, und der Geheimhaltung unterliegendes elektronisches Gesamtpersonalverzeichnis des Bundesministeriums für Inneres zum Stichtag 01.02.2018 übermittelt haben, welches personenbezogene (Vorname, Nachname, Geburtsdatum, akademischer Grad, Amtstitel, Berufstitel, Geschlecht) sowie dienst- und besoldungsrechtliche Daten von allen gesamt 36.368 Bediensteten des Bundesministeriums für Inneres enthielt.
Es ist daher davon auszugehen, dass ein massives Datenleck im österreichischen Innenministerium zehntausende Personen betreffen könnte.